STADTFEUERWEHR ST. VEIT
STADTFEUERWEHR ST. VEIT
STADTFEUERWEHR ST. VEIT

2014-08-01 15:48   Werkstättenbrand

Ein Mechaniker war in einer KFZ-Werkstätte in St.Veit/Glan mit der Reinigung der Waschbox beschäftig und hat zu diesem Zweck Chemikalien aufgetragen. Während er mit dem Hochdruckreiniger arbeitete, kam es plötzlich zu einer Explosion und die gesamte Waschbox stand in Flammen.

Um 15:48 wurde von der Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten Alarmstufe 2 ausgelöst. Schon während der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule über dem Einsatzobjekt erkennbar und bereits um 15:52 Uhr traf das erste Tanklöschfahrzeug am Brandort ein. Der schwer verletzte Mechaniker wurde bereits vom Notarztteam des Roten Kreuzes erstversorgt, die von der Polizei war eine Straßensperre mit Umleitung eingerichtet. Aus der Waschbox drang pechschwarzer Rauch, was auf eine hohe Brandlast schließen ließ. Da eine Rauchdurchzündung zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde um 15:54 Sirenenalarm für die Feuerwehr St.Veit/Glan ausgelöst.

Mit mehreren Atemschutztrupps wurde in der Folge ein Innenangriff vorgenommen, die Waschbox stand zwischenzeitlich in Vollbrand, das Feuer hatte bereits auf angrenzende Räume übergegriffen. Parallel dazu wurde eine Zubringleitung von einem in ca. 150 Meter Entfernung stehenden Hydranten aufgebaut. Beim SRF-K wurde der Atemschutzsammelplatz eingerichtet, verbrauchte Pressluftflaschen wurden vor Ort gefüllt.

Der Löschangriff, der unter anderem mit Schaum vorgetragen wurde, zeigte rasch Erfolg. Mit der Wärmebildkamera wurde eine Nachkontrolle durchgeführt, um verborgene Glutnester aufspüren zu können. Bereits nach 90 Minuten konnte der Einsatz beendet werden.

Eine Person musste mit schweren Verletzungen in den Schockraum des Klinikum Klagenfurt eingeliefert, vier weitere Personen, die versuchten, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St.Veit/Glan eingeliefert. Die Brandursache wird von Ermittlern des Landeskriminalamtes eruiert und ist derzeit noch unbekannt. Die Schadenshöhe ist ebenfalls unbekannt, dürfte aber beträchtlich sein. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte jedenfalls ein weiteres Ausbreiten des Brandes auf den Werkstättentrakt sowie ein Übergreifen auf den Schauraum der Neufahrzeuge verhindert werden.

Eingesetzte Kräfte:

FF St.Veit/Glan mit 10 Fahrzeugen und 55 Mann

Rotes Kreuz mit 1 NEF, 2 RTW und 6 Mann

Polizei mit 3 Streifen und 6 Mann sowie Polizeihubschrauber Libelle