STADTFEUERWEHR ST. VEIT
STADTFEUERWEHR ST. VEIT
STADTFEUERWEHR ST. VEIT

2014-06-20   13:14   Wirtschaftsgebäudebrand Tauchendorf

 

Am Freitag, den 20.06.2014 geriet in den Mittagsstunden ein Wirtschaftsgebäude eines Landwirtes in Tauchendorf, Gemeinde Glanegg (Bezirk Feldkrichen i. Kärnten) in Brand. Für die ersteintreffenden Feuerwehren war schnell klar, dass das Wirtschaftsgebäude samt angeschlossener Werkstätte nicht mehr zu retten war, somit wurde der Schwerpunkt auf den Schutz des Wohnhauses gelegt.

Aufgrund von Löschwassermangel entschied die Einsatzleitung, zusätzliche Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren St.Veit/Glan, Bodensdorf und Himmelberg anzufordern.

Die Feuerwehr St.Veit/Glan wurde um 13:14 Uhr über Personenrufemfpänger alarmiert, bereits wenige Minuten danach waren TLFA4000, SRF-K mit TAH14000, KRFA und KDOF am Weg zum Einsatzort. Die Anfahrt zum Gehöft gestaltete sich mit den großen Einsatzfahrzeugen aufgrund der vielen Schaulustigen, die den Zufahrtsweg verparkten, als sehr schwierig.

Das SRF-K mit dem 14.000 Liter fassenden Tankwagenanhänger wurde in der Nähe des Wirtschaftsgebäudes positioniert und diente als Pufferspeicher. Die Tanklöschfahrzeuge brachten im Pendelverkehr das Löschwasser, was nur mittels Einbahnregelung möglich war. Auch hier verursachte leider der Individualverkehr große Probleme.

Die Löscharbeiten selbst waren größtenteils nur unter schwerem Atemschutz möglich, deshalb wurde auch von der FF Feldkirchen die mobile Atemluftfüllstation vor Ort in Betrieb genommen. Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden, das Wirtschaftsgebäude und die Werkstätte wurden komplett eingeäschert. Im Bereich der Werktstätten wurde im Zuge der Löscharbeiten ein Acetylengas-Schweißgerät vorgefunden. Bei Acetylen handelt es sich im ein poröses Gas, bereits eine verhältnismäßig geringe Temperaturerhöhung führt zu einem Druckanstieg und Explosionsgefahr. Wurde eine Acetylengasflasche einmal Flammen ausgesetzt, muss sie mindestens 12 Stunden aus einer geschützten Position gekühlt werden.

Aus diesem Grund wurde von der Polizei die Sondereinheit Cobra angefordert. Mit gezielten Schüssen aus einem Sturmgewehr wurden Löcher in die Gasflasche geschossen, diese ermöglichten ein kontrolliertes entweichen und abbrennen des Gases, somit konnte die Explosionsgefahr gebannt werden.

Die Besitzer waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht zu Hause und wurden bereits während den Löscharbeiten von einem Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes betreut.

Um 17:45 Uhr war der Brand so weit unter Kontrolle, dass der Einsatz der Feuerwehr St.Veit/Glan beendet werden konnte. Die Brandursache ist ungeklärt, die Schadenshöhe dürfte mehrere hunderttausend Euro betragen. Insgesamt standen 8 Feuerwehren mit 120 Mann im Einsatz.